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Aus Kurzfilm-Wiki
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Inhaltsverzeichnis

Abstract

Vimeo ist ein englischsprachiges Videoportal für Filmemacher und Filminteressierte. Das Konzept der Seite beruht auf der Idee, einen kreativen Austausch zwischen Filmemachern zu ermöglichen. Videos sollen nur von Personen hochgeladen werden, die selbst maßgeblich an der Produktion des Filmes beteiligt waren. So bekommen Filmemacher die Möglichkeit ihre Arbeiten zu präsentieren, sie zur Diskussion zu stellen, der Bewertung durch andere auszusetzen und sich mit anderen Filmemachern zu vernetzen. Vimeo wird häufig als Youtubes "schöne Schwester" bezeichnet. Grund dafür dürfte der von Anfang an gestellte Anspruch sein, nur von den Usern selbst produzierten Content zu veröffentlichen, woraus ein deutlich kleineres, dafür aber künstlerischeres und professionelleres Angebot resultierte. Auch ist Vimeo für die respektvolle und konstruktive Diskussionskultur bekannt, die im starken Gegensatz zu den oft anarchischen und boshaften Kommentaren beim Hauptkonkurrenten Youtube steht. Vimeo verbreitet sich auch im deutschsprachigen Raum, insbesondere wegen der Wiedergabe einiger Videos im HD-Format. Vimeo unterstützte ab Mitte Oktober 2007 als eines der ersten Videoportale 720p-HD.

Site

Der Aufbau der Seite bietet dem Nutzer zunächst drei Kategorien der Ansicht: Videos we like, Explore und Right Now.


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Unter Videos we like finden sich alle Videos die von der Community als gut befunden wurden. Hier werden chronologisch die Filme aufgelistet, die von Mitgliedern der Seite mit einem "Like" bewertet wurden. Die Videos werden dabei nicht nach Anzahl der "Likes", sondern nach Aktualität geordnet angezeigt. Durch die Ansicht Explore erhält man einen Überlblick über die vorhandenen Kategorien der Seite. Hier sind alle Videos der Seite unter den Oberthemen Activism & Non Profits, Animation & Motion Graphics, Art, Comedy, Education & DIY, Everyday Life, Experimental, Films, HD, Music, Nature, Products & Equipment, Science & Tech, Sports, Travel & Events, Vimeo Projects und Web Series zusammgefasst. Der Punkt Right now bietet dem Nutzer einen Einblick über die momentanen Aktivitäten auf der Seite, z.B. welche Videos aktuell hochgeladen, oder diskutiert werden. Am rechten Rand der Seite befinden sich weitere Auswahlmöglichkeiten, die zu den zusätzlichen Angeboten der Seite führen.


Exemplarische Leistungen / Angebote

Vimeo umfasst neben der Vielzahl von Videos unterschiedliche Kanäle, Kategorien, Gruppen, die Video School und bietet Projekte an denen man sich als Filmemacher beteiligen kann.

Channels

Jedes Mitglied hat die Möglichkeit einen eigenen Kanal zu erstellen, der themenbezogene Videos und Filme präsentiert und zusammenfasst. Dabei reicht das Angebot an Kanälen von Freizeitaktivitäten über Technik bishin zur Kunst und deckt nahezu jedes Interessengebiet ab.

Video School

Die Vimeo Video School bietet jedem die Möglichkeit sein Video- und Filmwissen zu erweitern, oder es an andere weiter zu geben. Jeder Nutzer kann Lern- oder Erklärvideos hochladen und diese zusätzlich durch Texte und Grafiken erweitern. Die Video School unterteilt sich in die Bereiche Behind The Scenes, Do-It-Yourself, DSLR, Editing, Gear, Lighting, Shooting, Software und Sound.

Groups

Durch die Gruppen erhält man die Möglichkeit sich mit anderen Nutzern in gemeinsamen Interessengebieten zusammenzufinden und über verschiedenste Themen zu diskutieren. Jedes Mitglied hat die Möglichkeit Gruppen zu erstellen.

Projects

In dieser Kategorie finden sich Nutzer der Seite zusammen, um gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Mitglieder haben die Möglichkeit eigene Projekte auszuschreiben oder sich anderen Projekten anzuschließen. In dieser Kategorie sind auch Wettbewerbe ausgeschrieben an denen man teilnehmen kann.


Geschichte

Vimeo wurde im November 2004 in New York von den beiden Filmemachern Zach Klein und Jake Lodwick gründeten um sich mit anderen Kreativen auszutauschen. Der Name vimeo wurde von Jake Lodwick erfunden und setzt sich aus den Worten video und me zusammen, was ein Hinweis auf die Ausrichtung der Seite auf Veröffentlichung selbstproduzierter Videos gibt. Außerdem ist vimeo ein Anagramm des Wortes movie.

Im Oktober 2007 war Vimeo die erste Webvideo Plattform, die ihren Usern das Veröffentlichen von Videos im HD-Format 720p erlaubte.

Im Juli 2008 kündigte Vimeo zum Ärger einiger User an, zukünftig den Upload von Gaming-Videos nicht mehr zu erlauben, da diese durch ihre Länge die Infrastruktur des Portals stark belasteten und darüber hinaus Vimeos Anspruch an “originalen” Content nicht genügten. Bereits hochgeladene Gaming-Videos wurden im September darauf gelöscht. Machinima Videos mit eigener Story dagegen werden weiterhin akzeptiert.

Im Oktober 2008 führte Vimeo sogenannte Vimeo Plus Accounts ein, die den Usern für 60 Dollar im Jahr zahlreiche Zusatzfeaters bieten. Darunter unter anderem die Möglichkeit, wöchentlich bis zu 5 GB an Content hochzuladen, womit die Veröffentlichung von ganzen Spielfilmen in HD-Qualität möglich ist.

Im Januar 2010 begann Vimeo zunächst neuhinzugefügte und dann schrittweise auch vorhandene Videos parallel zum mittlerweile umstrittenen Flash Format auch als HTML5 Video-Element einzubinden. Grund dafür ist die wachsende Anzahl an Nutzern mobiler Plattformen, die Flash-Videos nicht oder nur unzureichend darstellen können.

Im Oktober 2010 wurde in New York City erstmals der Vimeo Award vergeben. In der Jury befand sich unter anderem David Lynch. Während des begleitenden, zwei tägigen Festivals wurden zahlreiche Screenings und Workshops angeboten.


Vimeo On Demand

Im März 2013 gab Vimeo bekannt, dass sie ihr Angebot um den Kanal "Vimeo On Demand" erweitern. Die Idee ist, eine Platform zu schaffen, auf der FilmemacherInnen ihre Inhalte für einen Bestimmten Betrag zur Ansicht bereit stellen können.Vimeo streicht 10 % der Einnahmen ein und übernimmt dafür die Bereitstellung des Servers und der Screeningmöglichkeit. Das Angebot richtet sich bisher nur an die ViemeoPro Mitglieder, was für die FilmemacherInnen bedeutet, dass sie neben den 10 % Abgaben, auch die Jährlichen VimeoPRO Mitgliedsbeiträge in Hähe von 160 € zahlen müssen. Die FilmemacherInnen haben die Mölichkeit, Filme zur Miete und zum Verkauf anzubieten. Bezahlt wird vom Publikum entweder per Kreditkarte oder per Paypal. Der erworbene audiovisuelle Inhalt kann dann auf vielen unterschiedlichen, auch mobilen, Geräten abgespielt werden.

Bisher war es im Netz nur möglich gewesen, Filme entweder unendgeldlich der Öffentlichkeit zu zeigen, oder sie Passwortgeschütz, nur seinen Freunden zugänlich zu machen. Es steht noch zur Diskusion, ob im digitalen Zeitalter Geld oder Aufmerksamkeit die wichtigere Währung ist. Mit Vimeo On Demand leistet Vimeo jetzt jedoch einen interessanten Beitrag zur Diskussion. Kerry Trainor, CEO von Vimeo sagte anlässlich der Veröffentlichung von Vimeo On Demand: "Vimeo hat sich der Aufgabe verschrieben, Künstlern Tools an die Hand zu geben, um ihre Videos in hervorragender HD-Qualität zu veröffentlichen und mit anderen zu teilen. [...] Mit Vimeo On Demand geben wir Kreativen jetzt die Kontrolle darüber, wie sie mit ihren Werken Einnahmen erzielen möchten."

Ist Vimeo mit diesem Konzept erfolgreich, dürften andere Portale wie z.B. youtube nachziehen. Es bleibt jedoch noch abzuwarten, wie die Internetgemeneinde das neue Angebot annehmen wird. Ein Bewusstsein für die Notwendigkeit, von künstlerischer Arbeit auch leben zu können wächst. Oft steht dem jedoch noch die Faulheit, bzw. der Geiz des unmittelbaren Moments entgegen.

Neben der Möglichkeit, finanziellen Lohn für seine Arbeit zu bekommen, ist mit der Generierung von Aufmerksamkeit jedoch noch ein wichtiges Glied der Distributionskette offen.


Besitzverhältnisse / Finanziers / Sponsoren

Vimeo gehört seit der Entstehung der amerikanischen Internetfirma IAC (InterActiveCorp) mit Sitz in New York.

Gründer: Zach Klein, Jake Lodwick

Kritik

Vimeo hat sich vor allem wegen der hohen Qualität der Videos schnell verbreitet. Die Seite richtet sich vor allem an Filmemacher aller Art und an deren Vernutzung untereinander. Durch die Vielzahl von Möglichkeiten eigene Filme zu präsentieren und die Kategorisierung in verschiedene Interessensgebiete, funktioniert der Austausch unter den Filmschaffenden über diese Plattform gut. Auch für Leute, die lediglich filminteressiert sind, bietet die Seite einen guten Einblick in verschiedenste Arten von Videos und Filmen und die Möglichkeit, sich selbst weiterzubilden und einzubringen. Der Anspruch der Macher, nicht kommerziell zu arbeiten, geht allerdings nicht ganz auf - die Plattform wird auch von Herstellern genutzt, um Produktwerbung in Videos zu veröffentlichen. Auch wenn man dadurch mitunter interessante Testreihen oder die Entwicklungen von unbekannten Tüftlern zu sehen bekommt, wird dies dem eigentlichen Sinn der Seite nicht gerecht. Auch der Anspruch lediglich selbstproduzierte Videos hochladen zu dürfen, ist mangels Prüfbarkeit fragwürdig. Der Aufruf nach einer "respektvollen Community" geht allerdings auf - in den Diskussionen merkt man meist, dass man es mit ernsthaft Filmbegeisterten zu tun hat. Der große Zuwachs in der Community und immer neue Ideen um Filmschaffende untereinander zu vernetzen (z.B. der Aufruf zu gemeinschaftlichen Projekten und Wettbewerben) machen Vimeo zu einer interessanten und qualitativ oft anspruchsvollen Seite für kurze Filme im Internet.


Quellen

www.vimeo.com

www.vimeo.com/about

thenextweb.com/socialmedia

www.spiegel.de/netzwelt

http://www.vimeo.com/awards

http://blog.zeit.de

http://www.presseportal.de